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Posts Tagged ‘freier Vortrag anhand eigener Stichpunkte’

Wer glaubt ein Vortrag sei lediglich eine verlängerte Rede wird schnell erkennen, dass es sich um völlig verschiedene Umgänge mit Sprache und Informationen handelt.

Eine gute Rede sollte immer eine überschaubare Länge von nicht mehr als 10 Minuten betragen, denn länger kann das Gehirn die Informationen ohne Unterstützung durch visuelle Darstellungen nicht konzentriert aufnehmen. Eine Rede dient der Begrüßung, Verabschiedung und Vorstellung oder um einen kurzen punktuellen Abriss über eine Geschäftssituation wie bei einer betrieblichen Feier zu geben. Somit werden nur einige Punkte oder Gedanken den Zuhörern dargeboten.

Ein Vortrag bietet den Zuhörern viele Informationen, die aber nur mit einer entsprechenden Aufbereitung aufgenommen und inhaltlich erfasst werden können. Wichtige Punkte müssen durch Handzettel, die vorher ausgeteilt werden, als Gedächtnisstütze angeboten werden oder mit Hilfe einer PowerPoint-Präsentation aufbereitet werden. Dies bietet dem Redner ebenfalls Vorteile. Mit Hilfe der Informationen an seine Zuhörerschaft erspart er es sich während des Vortrags alles ablesen zu müssen. Anhand der Stichpunkte kann er seinen Vortrag frei halten und die Stichpunkte führen auch ihn durch den Vortrag.

In einem Vortrag können Probleme oder Informationen und Fakten ausführlich in allen Einzelheiten dargestellt werden. Aussagekräftige Stichpunkte helfen dem Redner seinen Vortrag frei zu halten und so auf seine Zuhörer jederzeit reagieren zu können. Fragen können leichter beantwortet werden, denn die Stichpunkte auf einer PowerPoint-Präsentation helfen ihm dabei jederzeit wieder in das ursprüngliche Thema einzusteigen.

Gemeinsamkeiten zwischen Vortrag und Rede ergeben sich in der sprachlichen Gestaltung, die der Vortragende beachten sollte. Bleiben sie in ihrer Sprache „einfach“, bedeutet nicht in die Kindersprache oder in einen Straßenslang zu verfallen, sondern sich nicht in einer Fremdwortflut zu ergehen. Viele Fachvorträge leiden an dieser Unart und ermüden die Zuhörer, selbst wenn sie sich in der Terminologie auskennen. Viele spezifische Fremdwörter, die dem Zuhörer bekannt sind, lassen sich besser erfassen, wenn sie gelesen und nicht gehört werden. Die Satzlänge sollte auch hier ca. 20 Worte nicht übersteigen. Verschachtelte Sätze nimmt das Gehirn nur schwer auf und kann sie nicht ordnungsgemäß verarbeiten.

Die Intelligenz eines Redners zeigt sich nicht in der Verwendung von Fremdwörtern und Schachtelsätzen, sondern darin Sachverhalte klar verständlich in einem gehobenen Sprachstil zu Gehör zu bringen.

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